Faust im Klosterdorf. Teufelspakt und Erlösung bei Goethe, Thomas Mann und Klaus Mann Das Museum Polling öffnet wieder mit einer neuen Sonderausstellung. Den Teufelspakt schließen alle drei: Goethes Faust, Thomas Manns Komponist Adrian Leverkühn im Roman „Doktor Faustus“ und Klaus Manns Generalintendant Hendrik Höfgen im „Mephisto“! Doch . . . was folgt danach? Wer geht zur Hölle, wer wird erlöst? Einer, zwei, alle drei oder keiner? Adrian Leverkühns Teufelspakt spielt zu großen Teilen im oberbayrischen Polling. In seinem 1943 bis 1947 verfassten Altersroman „Doktor Faustus“ beschreibt Thomas Mann eine doppelte Teufelsverschreibung: die eines Komponisten auf der Suche nach Wegen zur Überwindung einer Kulturkrise und die des deutschen Volkes in seiner Verbindung mit dem Nationalsozialismus. In diesem Roman kulminiert Thomas Manns Einsatz für die Bewahrung der Demokratie und der Humanität gegen die Machtergreifung und Barbarei Hitlers. Das Thema ist heute wieder besonders aktuell, auch weil das kürzlich von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröff - nete „Weiße Haus des Exils“ in Thomas Manns ehemaligem Wohnsitz bei Los Angeles einen transatlantischen Dialog aufge - nommen hat und so, wie Thomas Mann in seinem „Doktor Faustus“, den problematischen Zustand unserer heutigen Welt reflektiert. Ein Besuch der Sonderausstellung ist dienstags bis samstags möglich, jedoch nur nach Terminvereinbarung bei Eckhard Zimmermann (eszimmer@t-online.de, Tel. 0171-8164017). Das Begleitprogramm zur Ausstellung finden Sie unter Aktuell .